Kfz Versicherung wechseln

Eine KFZ-Versicherung wechseln gestaltet sich wesentlich einfacher, als die meisten Menschen glauben. Trotzdem nehmen vergleichsweise wenige Versicherte die Chance wahr, jedes Jahr im Herbst nach einer günstigeren Versicherung Ausschau zu halten, und anschließend zu dieser zu wechseln. Vielleicht liegt es an den fehlenden Informationen oder ist reine Bequemlichkeit. Fakt ist: Unter Umständen sind die Unterschiede so groß, dass sich allein durch den Wechsel einer Kfz-Versicherung (der in der Regel nur wenige Minuten Arbeit erfordert!) mehrere hundert Euro pro Jahr einsparen lassen. Damit ist der Jahresurlaub schon so gut wie finanziert!

Die Ängste scheinen bei den Deutschen tief zu sitzen. Man hat wenig Vertrauen in die Versicherungsgesellschaften und fürchtet sich davor, das eigene Fahrzeug aufgrund des fehlenden Versicherungsschutzes für eine Zeit nicht benutzen zu können. Dabei sind diese Ängste völlig unbegründet. Die Bedingungen für den Wechsel einer Kfz-Versicherung sind heute so kundenfreundlich gestaltet, dass noch nicht einmal die Zusage des neuen Versicherers abgewartet werden muss, bevor die alte Police gekündigt werden kann. Der so genannte Kontrahierungszwang macht es möglich. Mehr dazu an späterer Stelle.

Mit diesem Ratgeber wollen wir etwas Aufklärung leisten und dazu beitragen, dass mehr Menschen sich die kleine Mühe machen, einmal im Jahr einen Versicherungsvergleich durchzuführen und somit die für sie aktuell günstigste Autoversicherung zu finden. Im Ganzen sorgt dies für einen schärferen Wettkampf unter den Versicherern, was sich letztendlich auch positiv auf die Preise für jeden Versicherten auswirkt.

Wann sollte man die KFZ-Versicherung wechseln?

Um von einer bestehenden Versicherung in eine neue Police zu wechseln, muss die bestehende zunächst einmal gekündigt werden. Dies ist bei Kfz-Versicherungen regulär jedoch nur einmal im Jahr, meist zum 31. Dezember, möglich. Die Kündigungsfrist beträgt dabei vier Wochen. Das heißt, der Versicherte muss seine Police bis Ende November kündigen, wenn sie zum Ende des Jahres auslaufen soll. Tut er das nicht, wird die Versicherung um ein weiteres Jahr verlängert.

Im gerade besprochenen Fall handelt es sich um eine sogenannte „ordentliche Kündigung“. Diese Kündigung kann jeder Versicherte ohne Angabe von Gründen selbstständig durchführen. Ein einfaches Kündigungsschreiben an den Versicherer reicht aus. Es sollte allerdings per Einschreiben verschickt werden, damit ein Nachweis über den Versand besteht.

Neben der ordentlichen Kündigung gibt es bei jeder KFZ-Versicherung jedoch auch noch das Recht zur außerordentlichen Kündigung. Einige Versicherungsgesellschaften bezeichnen diese Kündigung auch als Sonderkündigung. Eine solche außerordentliche Kündigung kann aus verschiedenen Gründen notwendig werden. Der einfachste Fall tritt dann ein, wenn das versicherte Fahrzeug verkauft beziehungsweise abgemeldet wird. In der Versicherungsfachsprache spricht man dabei vom Wegfall des versicherten Risikos.

Wo nichts mehr ist, muss also auch nichts mehr versichert werden. In diesem Fall endet die bestehende Kfz-Versicherung automatisch, der Versicherte muss sie also nicht selbstständig kündigen. Er muss lediglich eine Verkaufs- oder Abmeldebescheinigung an seinen Versicherer senden, der dann alles Weitere für ihn erledigt. Es spielt in diesem Fall keine Rolle, ob der Versicherte direkt nach Beendigung der bestehenden Versicherung ein neues Fahrzeug anmeldet und für dieses wiederum einen Versicherungsschutz benötigt. Es steht ihm dabei völlig frei, die neue Versicherungspolice beim alten Versicherer oder auch bei einer anderen Gesellschaft abzuschließen.

Wird ein Fahrzeug abgemeldet oder verkauft, kommt der Versicherte also automatisch in den Genuss einer außerordentlichen Kündigung. Ebenso das Recht auf diese Kündigungsform, allerdings in diesem Fall nicht automatisch, hat der Versicherte nach einer Erhöhung der Versicherungsbeiträge. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn die Regionalklassen oder die Schadenfreiheitsklassen für das betreffende Fahrzeug geändert werden. Bei jeglicher Änderung muss der Versicherer seine Kunden informieren. Anschließend haben diese in der Regel einen Monat lang Zeit, um die bestehende Versicherung im Rahmen einer Sonderkündigung zu beenden. Die Versicherung muss also in diesem Fall vom Versicherten selbst gekündigt werden, idealer Weise wiederum in schriftlicher Form und per Einschreiben verschickt.

Doch damit noch nicht genug. Auch in jedem Schadenfall hat der Kunde das Recht, seine Kfz-Versicherung durch eine Sonderkündigung zu beenden. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Versicherte den Schaden selbst verursacht hat oder dieser durch einen Dritten herbeigeführt wurde. Auch die Frage, ob der Schaden bereits durch die Versicherung reguliert wurde oder nicht, spielt für die außerordentliche Kündigung keine Rolle. Die Fristen für die Kündigung nach Eintritt eines Schadenfalls sind von Versicherung zu Versicherung verschieden. Meist beginnt die Frist mit dem Bearbeitungsschluss des Schadens und beträgt dann zwischen zwei und sechs Wochen.

Vorsicht: In diesem Fall erlischt mit der Kündigung direkt auch der Versicherungsschutz. Der Versicherte muss sich also zuvor um eine neue Versicherung bemühen, wenn er keine Ausfallzeiten seines Fahrzeugs durch einen fehlenden Versicherungsschutz riskieren möchte.

Der Versicherungswechsel im Detail

Der Wechsel einer Kfz-Versicherung ist keine große Sache und in der Regel innerhalb weniger Minuten erledigt. Dennoch sollte man sich gut vorbereiten und einen festgelegten Ablauf berücksichtigen, wenn der Wechsel schnell und reibungslos vonstatten gehen soll.

Nachfolgend haben wir einen Ablaufplan für Sie erstellt, den sie lediglich Punkt für Punkt abarbeiten müssen, um einen perfekten Wechsel Ihrer Kfz-Versicherung vorzunehmen.

Kann ich meine bestehende Kfz-Versicherung überhaupt kündigen?

Wie bereits beschrieben, sollten Sie sich vor dem Start jeglicher Kündigungsaktivitäten zunächst fragen, ob ein Versicherungswechsel zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt möglich ist. Dieser kann also nur dann vorgenommen werden, wenn entweder ein akuter Schadenfall vorliegt, der Versicherer Tarife, Versicherungsklassen oder Vertragsbedingungen geändert hat oder die Versicherung regulär zum Jahresende auslaufen soll.

Einen neuen Versicherer finden

Sind die Bedingungen für einen Versicherungswechsel erfüllt, gilt es zunächst, einen neuen Versicherer zu finden, und zwar bevor die alte Police gekündigt wird. Hier empfiehlt es sich, einen Vergleich der verschiedenen Angebote im Internet durchzuführen. Viele Webseiten und Versicherungsportale bieten heute die Möglichkeit dazu, meist wird ein komfortabler Vergleichsrechner zur Verfügung gestellt, in den Sie lediglich einige Daten zu Ihrem Fahrzeug sowie die persönlichen Angaben eintragen müssen.

Nach einigen Sekunden generiert der Vergleichsrechner eine umfassende Übersicht der verschiedenen Versicherungsangebote, in denen die persönlichen Angaben bereits vollständig berücksichtigt sind. All diese Daten umständlich per Hand zu vergleichen, wäre enorm aufwändig. Zudem kennen Verbraucher oft nicht die individuellen Bestimmungen der einzelnen Versicherungsgesellschaften, so dass ein objektiver Vergleich ohne ein solches Hilfsmittel kaum möglich wäre.

Die Kfz Versicherung wechseln

Sobald Sie ein günstiges und auf Ihre individuellen Bedingungen passendes Angebot gefunden haben, kann der eigentliche Versicherungswechsel stattfinden. Dieser beginnt damit, dass die alte Versicherung gekündigt wird. Dazu reicht ein einfaches, formloses Kündigungsschreiben, das keine Kündigungsgründe enthalten muss. Zur Sicherheit sollten Sie dieses Schreiben immer per Einschreiben (möglichst mit Rückschein) mit der Deutschen Post versenden. So haben Sie einen Nachweis über die Kündigung in der Hand.

In der Regel dauert es nun einige Tage bis wenige Wochen, bis die bestehende Versicherung Ihnen die Kündigung schriftlich bestätigt. In dieser Bestätigung befindet sich auch der genaue Zeitpunkt, an dem der bestehende Versicherungsschutz endet. Dieser Zeitpunkt ist sehr wichtig, denn er bildet den Stichtag, zu dem die neue Versicherung für das Fahrzeug abgeschlossen werden muss.

Abschluss der neuen Versicherung

Ist die alte Kfz Versicherung gekündigt und die Kündigung wurde vom Versicherer bestätigt, können Sie daran gehen, die neue Versicherungspolice abzuschließen. Zwar raten immer noch einige Experten, zuerst die neue Versicherung abzuschließen und dann die bestehende Police zu kündigen, durch den sogenannten Kontrahierungszwang ist dies aber heute eigentlich nicht mehr notwendig. Kontrahierungszwang bedeutet hierbei, dass die Versicherungen gesetzlich dazu gezwungen sind, jeden Antrag für eine neue Kfz-Versicherung ohne Vorbehalte anzunehmen, sofern nicht ein gravierender Ausnahmefall vorliegt.

Für den Abschluss der neuen Versicherungspolice spielt der bereits beschriebene Stichtag, an dem der alte Versicherungsschutz endet, eine wichtige Rolle. Es muss genau darauf geachtet werden, dass durch die Wahl des Beginns des neuen Versicherungsschutzes ein reibungsloser Übergang entsteht. Es darf also keine Lücke bleiben, innerhalb derer das Fahrzeug nicht versichert ist. Im Zweifel ist daher besser, wenn sich der Versicherungsschutz der alten und den neuen Versicherung etwas überschneidet. Normalerweise ist es aber kein Problem, den alten und neuen Versicherungsschutz so zu koordinieren, dass sich ein genauer Übergang ergibt.

Welche Leistungen bietet eine Kfz-Versicherung?

Bei einem Vergleich der verschiedenen Angebote für eine Autoversicherung zählen nicht nur der Preis, sondern insbesondere auch die gebotenen Leistungen. Die Versicherung sollte dabei individuell auf die Bedürfnisse und Anforderungen des Kunden zugeschnitten werden können. Nur so ist gewährleistet, dass jeder Kunde den notwendigen Versicherungsumfang erhält.

In den folgenden Abschnitten haben wir die wichtigsten Leistungsmerkmale einer Kfz-Versicherung für Sie zusammengestellt und geben wichtige Tipps und Ratschläge, worauf bei der Auswahl zu achten ist.

Die Deckungssumme

Über die Deckungssumme einer Autoversicherung machen sich die meisten Fahrzeughalter kaum Gedanken, dabei kann diese bei einem Schaden ausschlaggebend darüber sein, ob auch wirklich die gesamten finanziellen Folgen durch den Versicherungsschutz abgedeckt sind. Lediglich bei der gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherung gibt es festgelegte Deckungssummen, die von den Versicherern mindestens erfüllt werden müssen. Diese betragen bei Personenschäden 7,5 Millionen Euro, für Sachschäden muss mindestens eine Deckungssumme in Höhe von einer Million Euro zur Verfügung gestellt werden.

Bei den Kaskoversicherungen sieht die Sache allerdings etwas anders aus. Die Deckungssummen sind hier durchweg ein ganzes Stück niedriger, was auch daraus resultiert, dass eine Kaskoversicherung immer nur die Schäden am eigenen Fahrzeug reguliert. Falls Sie ein besonders hochwertiges und teures Fahrzeug besitzen, sollten Sie diesbezüglich darauf achten, dass die Deckungssumme der Kaskoversicherung für alle eventuellen Schäden an diesem Fahrzeug ausreichend bemessen ist.

Grobe Fahrlässigkeit

Der Begriff „grobe Fahrlässigkeit“ bezieht sich in der Versicherungsfachsprache auf alle Versicherungsfälle, bei denen sich der Kunde nicht an festgelegte Versicherungsbedingungen gehalten hat. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn das Fahrzeug leichtfertig mit steckendem Zündschlüssel abgestellt und anschließend gestohlen wird. Auch ein im Handschuhfach deponierter Fahrzeugbrief gilt als grobe Fahrlässigkeit.

Auch Fahrten unter Alkohol oder Drogen sowie des Telefonieren mit dem Handy während der Fahrt können als grobe Fahrlässigkeit gewertet werden. Gleiches gilt, wenn das Fahrzeug bei einem Schaden nachweislich nicht in technisch einwandfreiem beziehungsweise verkehrssicherem Zustand war.

Was sind die Folgen von Schäden unter Einwirkung grober Fahrlässigkeit?

In diesem Fall kann die Versicherung den Schaden nur teilweise regulieren, oder nach vollständiger Regulierung eine Rückzahlung von Kunden fordern. Dabei ist es unerheblich, ob der Versicherungsschaden von der Haftpflicht- oder der Kaskoversicherung abgewickelt wird. Kunden sollten darauf achten, dass außer den hier beschriebenen Fahrlässigkeiten keine weiteren Schadenursachen als grobe Fahrlässigkeit im Versicherungsvertrag aufgeführt werden.

Wild- und Marderschäden

Schäden an Kraftfahrzeugen durch Marderbisse oder Unfälle mit Wild werden immer häufiger. Das haben auch die Versicherungen erkannt und schließen solche Schäden immer öfter ganz oder teilweise aus dem Versicherungsschutz aus. Falls der Versicherungsschutz diesbezüglich doch noch besteht, beschränken viele Versicherer ihre Leistungen je nach Art des Wildes deutlich ein. Die meisten Versicherer gewähren ihre Leistungen im Zusammenhang mit Wildschäden nur bei Unfällen mit dem sogenannten Haarwild, darunter fallen beispielsweise Hirsche, Rehe, Wildschweine und Füchse.

Bei Schäden durch Marderbisse ist es ähnlich. Diese entstehen beispielsweise dann, wenn ein Fahrzeug in ländlichen Gebieten oder am Ortsrand nachts unter freiem Himmel abgestellt wird. Der Marder gelangt von unten in den Motorraum und kann sich an Kühlwasserschläuchen, Elektroleitungen etc. zu schaffen machen. Die Folgen können gravierend sein. So gibt es oft kapitale Motorschäden durch schleichenden Kühlwasser- oder Ölverlust infolge von durch Marder angebissenen Schläuchen.

Schäden durch Marderbisse sind in der Regel nur in der Kfz-Teilkaskoversicherung enthalten. Die Versicherungsgesellschaft reguliert dabei auch immer nur die direkt entstandenen Schäden, also zum Beispiel der Austausch von Kabeln oder Schläuchen, nicht die Folgeschäden, die durch den Marder entstanden sind.

Versicherungsschutz für Mietwagen im Ausland (Mallorca Police)

Beim Anmieten von Fahrzeugen im Ausland – zum Beispiel im Rahmen eines Urlaubs – ergeben sich immer wieder große finanzielle Probleme. Der Grund: Zwar besteht auch für diese Fahrzeuge ein durch den Vermieter gewährter Versicherungsschutz, jedoch sind die Deckungssummen hierbei oftmals so gering bemessen, dass sie für die tatsächliche Regulierung eines Schadens nicht ausreichen. In diesem Fall muss der Mieter des Fahrzeugs die Differenz zwischen der tatsächlichen Schadenhöhe und der maximalen Deckungssumme, die durch die Versicherung ausgezahlt wird, aus eigener Tasche zahlen. Dabei könnte es sich durchaus um Summen von vielen tausend Euro handeln.

Wer dieser Gefahr vorbeugen will, sollte darauf achten, dass in seiner Kfz-Versicherung eine sogenannte Mallorca-Police enthalten ist. Selbstverständlich bezieht sich der Versicherungsschutz durch diese Police nicht nur auf Mietwagen, die auf der spanischen Ferieninsel Mallorca angemietet werden, er gilt völlig unabhängig vom gewählten Reiseziel. Der Begriff Mallorca Police hat sich in den letzten Jahren einfach für diese Versicherungsform eingebürgert.

Falls der Schutz durch die Mallorca Police nicht in den Versicherungsleistungen Ihrer Kfz-Versicherung enthalten ist, sollten Sie zumindest darauf achten, dass dieser vor einer Auslandsreise optional hinzugebucht werden kann.

Die bisher beschriebenen Punkte waren nur eine kleine Auswahl aus dem Leistungskatalog, den eine Autoversicherung bereitstellt. Es gibt weitaus mehr Details, auf die der Versicherungsnehmer achten sollte, je nach persönlichen Voraussetzungen und Anforderungen. Mit einem Internet-Vergleichsrechner können in der Regel sämtliche gewünschten Leistungen individuell berücksichtigt werden, bevor ein Vergleich der verschiedenen Versicherungsangebote durchgeführt wird. Oftmals ist es aber auch möglich, individuelle Ergänzungen zum vorhandenen Standard-Versicherungsvertrag mit der Gesellschaft auszuhandeln.

Wie findet man eine günstige Kfz-Versicherung?

Wer meint, dass früher alles einfacher war, der irrt vielen Fällen. Insbesondere seit dem das Internet populär wurde, ist im Versicherungsbereich vieles einfacher geworden. Während der Verbraucher zuvor kaum die Möglichkeit hatte, die Angebote vieler verschiedener Versicherungsgesellschaften schnell und einfach und unter Berücksichtigung aller persönlichen Wünsche und Anforderungen untereinander zu vergleichen, geht das im Internet ganz einfach.

Nutzen Sie beispielsweise einen Vergleichsrechner im Internet. Dieser fragt alle geforderten Daten nacheinander ab, so dass Sie sich keine Sorgen mehr darüber machen müssen, ob auch wirklich alle Individualfaktoren im Versicherungsvergleich berücksichtigt wurden. Sind die Daten komplett ins Formular eingegeben und der gewünschte Versicherungsschutz wurde ausgewählt, erhalten Sie daraufhin innerhalb kürzester Zeit eine Übersicht aller infrage kommenden Angebote. Diese Angebote können Sie individuell und nach persönlichen Vorlieben sortieren, z. B. nach dem Preis, dem gebotenen Leistungsumfang etc.

Sie sehen: Mit einem Vergleichsrechner für die verschiedenen Automobilversicherungen im Internet kommen Sie schnell und einfach an Ihr Ziel und finden die günstigste Versicherung für die persönlichen Bedürfnisse. Um den Vergleich zu starten, müssen Sie lediglich Ihre persönlichen Daten sowie die relevanten Daten des Fahrzeugs zur Hand haben. Legen Sie sich dazu den Fahrzeugschein neben dem Computer, und schon kann es losgehen.

Ein paar Dinge sollten Sie allerdings beim Vergleich der verschiedenen Versicherungsangebote unbedingt beachten. Der Vergleichsrechner berücksichtigt zwar in der Regel alle individuellen Angebote und Vergünstigungsmöglichkeiten jedes Versicherungsanbieters, ob diese jedoch für den Einzelfall sinnvoll und ratsam sind, müssen Sie selbst entscheiden. So gibt es beispielsweise viele Versicherer, die den günstigsten Tarif nur dann gewähren, wenn das Fahrzeug ausschließlich von Personen ab einer gewissen Altersgrenze bewegt wird. Sollten Sie beispielsweise Kinder haben, die in Zukunft ebenfalls mit dem Familienauto unterwegs sein wollen, wäre eine solche Lösung denkbar schlecht.

Achten Sie außerdem darauf, den Versicherungsschutz jeweils den geänderten Lebensumständen unmittelbar anzupassen. So gilt es beispielsweise nach einem Umzug zu prüfen, ob der Versicherungsschutz immer noch für die individuellen Bedingungen passend ist. Viele Versicherer bieten Vergünstigungen, wenn ein Fahrzeug nachts in der Garage oder auf abgeschlossenem Privatgelände geparkt wird. Nach einem Umzug könnten diese Anforderungen nicht mehr gegeben sein. Kommt es nun zu einem Schaden, kann die Versicherung ihre Leistung ganz oder teilweise verweigert.

Welche Versicherungsform wählen?

Eine Frage stellt sich immer wieder vor dem Abschluss einer Kfz-Versicherung: Soll lediglich eine Haftpflichtversicherung als Basisschutz abgeschlossen werden, oder ist eine zusätzliche Teil- beziehungsweise Vollkaskoversicherung sinnvoll? Die wichtigsten Antworten auf diese Frage finden Sie hier.

Der Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung ist in Deutschland gesetzlich gefordert. Hier stellt sich also nicht die Frage, ob diese sinnvoll ist oder nicht. Die Haftpflicht reguliert jedoch immer nur die Schäden Dritter, niemals die am eigenen Fahrzeug. Sollten Sie einen Unfall selbst verschulden, gehen Sie in diesem Fall also leer aus, da Ihre Haftpflichtversicherung ausschließlich den Schaden des Unfallgegners übernimmt. Bei höherwertigen und teuren Fahrzeugen reicht dieser Versicherungsschutz keineswegs aus. Im Falle eines selbstverschuldeten Schadens würde der Besitzer hier auf einem großen Kostenberg für die Reparatur sitzen bleiben. Daher empfiehlt es sich nur für Besitzer älterer Fahrzeuge, lediglich den gesetzlich geforderten Versicherungsschutz durch die Haftpflichtversicherung für das Fahrzeug abzuschließen. Es sollte jedoch individuell geprüft werden, ob der Restwert des Fahrzeugs in einem gesunden Verhältnis zu den eingesparten Versicherungsbeiträgen durch den fehlenden Abschluss einer Kaskoversicherung steht.

Wer ein Fahrzeug mit einem Alter von etwa fünf bis zehn Jahren besitzt, für den empfiehlt sich neben der obligatorischen Haftpflichtversicherung auch der Abschluss einer zusätzlichen Teilkaskoversicherung. Diese ist gegenüber der Vollkaskoversicherung meist wesentlich günstiger, übernimmt dafür aber auch nur Schäden, die durch den Diebstahl, durch Vandalismus oder die Einwirkung von elementaren Ereignissen am Fahrzeug entstehen. Ein selbstverschuldeter Unfallschaden ist in dieser Versicherung also nicht enthalten. Die Teilkaskoversicherung kommt daher für Fahrzeughalter infrage, die den Schaden im Falle eines selbstverschuldeten Unfalls selbst regulieren möchten, einem Diebstahl oder Totalschaden des Fahrzeugs durch unvorhersehbare Ereignisse jedoch wirkungsvoll vorbeugen wollen.

Bleibt schließlich noch der Versicherungsschutz durch die Vollkaskoversicherung. Hierdurch ist der Fahrzeughalter für alle Eventualitäten rundherum abgesichert. Die Vollkasko übernimmt alle Schäden, egal, ob diese vom Fahrzeughalter selbst oder – z. B. im Falle eines Diebstahls – durch einen Dritten verursacht wurden. Der Abschluss dieser Versicherung empfiehlt sich vor allem für Neuwagen, Gebrauchtwagen bis zu einem Alter von etwa fünf Jahren und generell für besonders hochwertige Fahrzeuge.

Es gibt jedoch einige Ausnahmen, bei denen der Versicherungsschutz durch die Vollkaskoversicherung ganz oder teilweise abgelehnt werden kann. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn Alkohol, Drogen, Medikamente oder grob fahrlässiges Verhalten des Versicherungsnehmers zu einem Schaden geführt haben. Die Vollkaskoversicherung ist also kein Freibrief für rücksichtsloses und verantwortungsloses Fahren im Straßenverkehr.

Nun stellt sich die Frage, warum nicht jeder dieses bequeme Sicherheitsnetz wählt und eine Vollkaskoversicherung für sein Fahrzeug abschließt? Die Antwort: Die Vollkasko ist üblicherweise sehr teuer. Da für die Versicherer hierbei ein großes Risiko besteht, fallen die Versicherungsbeiträge dementsprechend hoch aus. Je nach Fahrzeug kann ein Versicherungsschutz durch die Vollkaskoversicherung durchaus einige tausend Euro im Jahr kosten. Für ältere und alte Fahrzeuge würde das finanziell gesehen einfach keinen Sinn machen.

Fazit: Haftpflicht, Teilkasko- und Vollkaskoversicherung bieten zusammengenommen ein umfassendes Schutzpaket, das jeder Versicherte individuell nach seinen Bedürfnissen und Voraussetzungen für sich gestalten kann. Fahrer älterer Fahrzeuge und Sparfüchse wählen  lediglich den gesetzlich geforderten Basisschutz durch die Kfz-Haftpflichtversicherung, müssen dafür aber mit der Gefahr leben, im Falle eines Schadens die Regulierung selbst tragen zu müssen. Wer es sicherer haben möchte, schließt zusätzlich zur Haftpflicht eine Teil- oder Vollkaskoversicherung für sein Fahrzeug ab, sofern sich der finanzielle Aufwand dafür rechnet.

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